Kirchengemeinde kürt Siegerentwurf für Fläche an der Nordwalder Straße
Die Zukunft eines der bekanntesten Baugrundstücke Grevens ist seit dieser Woche geklärt. Die begehrte Rasenfläche neben dem Josefzentrum an der Nordwalder Straße wird bebaut. Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus initiierte dazu einen Wettbewerb im sogenannten Investorenauswahlverfahren, in dem Architekten gemeinsam mit einem möglichen Investor und Betreiber Beiträge beisteuern konnten.
„In Greven ist links der Ems kein Angebot einer Senioreneinrichtung, Seniorenwohnungen oder eine Tagespflege zu finden. Wir haben daher bewusst die Senioren als Zielgruppe für diese Fläche nahe der Josefkirche gewählt und freuen uns, dies nun realisieren zu können.“, beschreibt Pfarrer Michael Mombauer die Aufgabenstellung im Vorfeld.
Drei Architektenbüros reichten gemeinsam mit ihren Investoren ihre Beiträge und Modelle ein, die eine große Jury jetzt bewertete. Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern der Kirchengemeinde aus dem Kirchenvorstand, dem Pfarreirat und aus dem Seelsorgeteam, dazu Stadtplaner, Architekten und Fachdienstleiter als Vertreter der Stadt Greven, Vertreter der drei größten Fraktionen des Grevener Rates, des Seniorenbeirates, die Diözesanbaudirektorin und weitere Architekten des Bistums Münster sowie einige externe Architekten und Stadtplaner als zusätzliche Fachleute für dieses große Bauvorhaben.
Nach mehrstündiger Beratung stand der Siegesentwurf fest. Das Architekturbüro somos Architekten&Ingenieure GmbH aus Münster gestaltete den überzeugendsten Entwurf gemeinsam mit der Caritas Emsdetten-Greven als Investor. Der einreichende somos-Architekt ist dabei kein Unbekannter, Manfred Frericks, entwarf bereits die benachbarte Josefkirche und das Josefzentrum.
„Der Siegerentwurf hat überzeugt, da er die kleinteilige bauliche Umgebung an der Nordwalder Straße berücksichtigt und besonders im Bezug zum Josefzentrum überzeugt. Sowohl die insgesamt sechs neuen Gebäude im Josefquartier als auch das bestehende Josefzentrum wirken jeweils für sich, als auch im Zusammenspiel.“, so Pastoralreferent Matthias Brinkschulte, als Teil der bewertenden Jury.
An der Nordwalder Straße entstehen drei Gebäude mit jeweils sechs Wohneinheiten für Senioren, zurückliegend an der Stelle des bisherigen Pfarrhauses ein baugleiches viertes Gebäude dieser Art. Die giebelständigen Häuser entlang der Nordwalder Straße orientieren sich dabei an der umgebenden Satteldachbebauung und rahmen eine großzügige Grünzone zum Josefzentrum hin. Eine Wegeachse führt vom Kirchplatz durch das neue Quartier, eine Blickachse ist von der Nordwalder Straße zur Kirche und Kita St. Josef sicht- und erkennbar. Zum Josefzentrum hin sind zwei Gebäude mit seniorengerechten Wohnformen vorgesehen. Hier könnten eine Tagespflege sowie Senioren-Wohngemeinschaften verortet werden. Der Großteil der insgesamt etwa 32 Wohneinheiten umfasst eine Wohnfläche von jeweils 50-70m², dazu etwa 26 Einheiten und Plätze in Wohngruppen und betreutem Wohnen.
„Jetzt gilt es alle nächsten Schritte der Anträge, Genehmigungen und Gespräche mit allen Beteiligten zu führen. Durch die große Beteiligung und Beratung in der Jury des Wettbewerbs waren bereits viele relevante Zielgruppen involviert, so dass wir jetzt hoffen, zügig dieses Projekt für Senioren auf der linken Emsseite realisieren zu können.“, erklärt Matthias Brinkschulte abschließend.



