selbstgebaute Möglichkeit zum Händewaschen mittels FußpedalHaendewaschen Tansania Schulprojekt 250

Die St. Charles Grundschule in Iringa im Landesinnern des ostafrikanischen Staates Tansania war wegen der Corona-Krise dreieinhalb Monate geschlossen. In der Zeit gab es keinen Unterricht, weder in der Schule noch online oder digital an Tablets, PC`s oder Handy. Anders als in Deutschland gibt es die technischen Geräte in kaum einem Haushalt, nicht einmal zuverlässigen Strom gibt es überall. Ein weiteres Problem für die Kinder war die Versorgung mit dem Mittagessen.

In der Schule bekommen sie regelmäßig ein Mittagessen, was daheim nicht immer zur Verfügung steht. Nun haben die Schulen zur Freude aller Beteiligten wieder begonnen, und die 600 Kinder der Grundschule in Iringa sind wieder versorgt, sowohl mit Unterricht als auch mit Essen. Aber die Schule musste einiges zum Schutz der Kinder organisieren, damit sich niemand infiziert. So wurde u. a. die auf dem Foto abgebildete stabile Konstruktion mit mehreren Waschbecken gebaut, wobei die Wasserkräne mit einem Fußpedal betätigt werden können.

Die Afrikagruppe unserer Martinusgemeinde, die sich seit vielen Jahren um die Schule kümmert und mit Spenden aus der Gemeinde neben Möbeln und Unterrichtsmaterialien schon eine Küche, einen Essraum und einen Anbau mit zusätzlichen Klassenräumen mitfinanziert hat, hat in der ganzen Zeit über Internet mit den Ordensschwestern der Schule in Verbindung gestanden. Es gab keinen lockdown in Tansania, Die Menschen gingen weiter zur Arbeit, die Kirchen blieben offen, über das Corona-Virus wurde offiziell nicht gesprochen. Aber die Schulen wurden landesweit geschlossen. Es gab viele Covid-19 Tote und Infizierte, wie viele es waren oder noch sind, weiß keiner.

Die tansanianische Zeitung Daily News berichtete vor einigen Wochen, dass der Gesundheitsminister mit einem Regierungsflugzeug nach Madagaskar geflogen sei, um von dort Blätter eines bestimmten Baumes zu holen, der dann in Tansania mit einer Flüssigkeit zu einem Tee bereitet werden sollte und das Virus abtöten könne. Die Schwestern berichten, dass während der Schulschließung die Eltern z. T. das Schulgeld auch nicht bezahlt haben, doch ihre Kosten für die Schule natürlich weiterliefen.

Ostafrika war in den letzten Monaten dreifach bedroht. Durch Corona, durch Überschwemmungen nach lang anhaltendem Dauerregen und durch eine gewaltige Heuschreckenplage, durch die ganze Ernten vernichtet wurden. So hat der Victoriasee den höchsten Wasserstand seit Menschengedenken. Viele Menschen sind ertrunken.

Es gibt also viel zu tun, und die St. Charles Schule in Iringa ist in dieser Zeit ganz besonders auf Spenden angewiesen. Spenden können auf das Spendenkonto der Pfarrgemeinde überwiesen oder im Pfarrbüro abgegeben werden.

Paul Pier

Haendewaschen Tansania Schulprojekt

Foto: Schwester Litty, Tansania

Spendenkonto:
St. Martinus Greven
Kreissparkasse Steinfurt
IBAN: DE68 4035 1060 0063 0003 27
Stichwort: Schulprojekt Tansania
Spendenquittungen werden vom Pfarrbüro ausgestellt.