Ein Zeichen der Gemeinschaft gestalten.

Leider können wir die wichtigsten Gottesdienste des Kirchenjahres nicht wie gewohnt gemeinsam in unseren Kirchen feiern. Viele fühlen sich aber trotzdem verbunden, wenn sie etwa zeitgleich zum Glockenläuten zuhause ihre Gebetszeit halten. In manchen Gemeinden schaffen Bilder oder Symbole als Statthalter in den Kirchenbänken solche Verbundenheit.

Vor einigen Jahren haben wir in St.Martinus, gestaltet vom Familiensingkreis und B.Salmen, einen Ostergottesdienst gefeiert, in dem sich ein rotes Band, ein roter Faden, durch die Kirche zog: Die Osterbotschaft will anstecken, zusammenführen und auch hinaus führen in die Lebenswelt möglichst vieler Menschen. Am Ende haben wir das rote Band tatsächlich hinausgetragen, über den Marktplatz fast bis zum Rathaus. Viele, die mitgefeiert haben, haben Hand angelegt, sozusagen der Frohen Botschaft ihre Gesichter, Hände und Füße gegeben. Frohe Botschaft breitet sich aus in Zeichen, Wort und Tat.

Angesichts der besonderen Lage, in der wir uns durch die Corona-Pandemie befinden, lade ich herzlich ein, in diesem Jahr, ein Oster-Band der Sympathie auszulegen und zu gestalten.

 

Statt der persönlichen Anwesenheit sollen Klammern die Verbundenheit deutlich machen. Ganz normale Wäscheklammern aus Holz oder Plastik, uni oder farbig, neu oder schon lange in Gebrauch. Darauf könnten Namen stehen, Einzelne und Familiennamen. Es könnten Fingerabdrücke, Initialen, Symbole und Bilder sein. Von Menschen hier vor Ort und woher auch immer. Ob kirchlich gebunden oder auch nicht – entscheidend ist, miteinander verbunden diese Zeit zu bestehen. Die Klammern können in der Martinuskirche persönlich angebracht werden. Natürlich kann dies auch durch Nachbarn und Freunde geschehen. Oder die Klammern werden uns zugeschickt. Sie können auch eine Mail an uns senden oder im Pfarrbüro anrufen. Wir werden dann Klammern beschriften und anbringen. Insbesondere in den Gottesdiensten, die ja in Kleinstbesetzung gefeiert werden, kann dann die große Gemeinde präsent sein – in ihren Anliegen, Bitten und Dank. Aber auch in der Bereitschaft, füreinander einzustehen. Eich echtes Zeichen der Sympathie, der Verbundenheit – mit Gott und untereinander. Herzliche Einladung, auf diese Weise dabei zu sein.
Klaus Lunemann, Pfr.

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