Frauen unterwegs am 8. und 9. Dezember 2019

Am 2. Adventssonntag war es soweit. Die kfd St. Josef machte sich bereits um 07:00 Uhr mit 40 Frauen auf den Weg Richtung Harz. Goslar war das erste Ziel der zweitägigen Reise. Gleich nach Ankunft gegen Mittag wurde - in zwei Gruppen geteilt - bei einer spannend-informativen Stadtführung alles Wissenswerte über Goslar vermittelt: Die Stadt war mittelalterliche Handelsmetropole und Machtzentrum der deutschen Kaiser – die mehr als tausendjährige Geschichte ist noch heute überall sichtbar. Seit 1992 gehört die Altstadt Goslars gemeinsam mit dem Erzbergwerk Rammelsberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Seit 2010 zählen auch die Wasserleitsysteme, die an einem Stadtmodell auch noch veranschaulicht wurden, dazu.

Die zwischen 1040 und 1050 errichtete Kaiserpfalz, einzigartiges Denkmal weltlicher Baukunst, war Ausgangspunkt der Besichtigungstour. Über 200 Jahre lang wurde hier auf zahlreichen Reichsversammlungen und Hoftagen deutsche Geschichte geschrieben. Weiter ging es Richtung Marktplatz zum Rathaus, überragt von den ungleichen Türmen der Marktkirche. In unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses steht das frühere Gildehaus von 1494 mit seiner auffälligen roten Fassade. Vorbei am Glocken- und Figurenspiel am Kämmereigebäude ging es durch die Altstadt mit seinen engen Kopfstein gepflasterten Gassen, die von zahlreichen alten Häusern gesäumt wird. Ob Bäckergildehaus, das Siemenshaus aus dem Jahre 1693 - dem Stammsitz der Industriefamilie - oder „Großes Heiliges Kreuz“, jedes Gebäude hat seine eigene Geschichte.
Nach dem zweistündigen Stadtrundgang stärkten sich die Teilnehmerinnen aber erst einmal auf den verschiedenen Weihnachtsmärkten der Stadt mit Speis und Trank. Besonders gut gefallen hat auch das stimmungsvolle „Weihnachtswäldchen“. Bei leider nicht so ganz tollem Wetter ließ man sich natürlich den einen oder anderen Glühwein in geselliger Runde schmecken. Dementsprechend gut gelaunt fand der erste Tag seinen Ausklang.
Nach einem gemütlichen Frühstück ging die Reise am nächsten Morgen weiter nach Celle. Die Altstadt mit 500 auf­wändig re­stau­rierten und Denkmal ge­schützten Fachwerkhäusern und das Schloss fanden ebenfalls großen Anklang. Und natürlich gehörte auch hier der Besuch des Weihnachtsmarktes dazu, bevor am späteren Nachmittag die Heimreise angetreten wurde.
Zufriedene Gesichter zeugten von einer stimmungsvollen und erlebnisreichen zweitägigen Reise.