Tafeln in Greven und Reckenfeld

Die Tafeln in Greven und Reckenfeld sind dem Caritasverband Emsdetten-Greven angeschlossen. Viele Mitbürger/innen engagieren sich durch ihre tatkräftige Hilfe oder durch Spenden unterschiedlichster Art. Jede Hilfe ist willkommen!

Ehrenamtliches Engagement
- Fahrer/innen zum Einsammeln der Lebensmittelspenden
- Helfer/innen bei der Annahme und Austeilung der Spenden

Spenden
Die überschüssigen Lebensmittel von Bäckereien und Einzelhändlern sind in der Regel eher Waren, die nicht mehr lange haltbar sind. Darum freuen sich die Tafeln über die Spenden von haltbaren Lebensmitteln wie zum Beispiel Nudeln, Reis, Konserven aller Art, Marmelade, Honig, Zucker, Tee, Kaffee, Öl, Mehl, Zucker, Salz usw.
Mit Geldspenden können die Lebensmittel dazu gekauft werden, die gerade fehlen.
Alle Spenden werden von den Helfer/innen durchgesehen, sortiert und für die Weitergabe vorbereitet.
Abgabe von Spenden: Zu den Öffnungszeiten der Tafeln oder nach Vereinbarung.

Die Ausgaben der Lebensmittel entlasten Menschen mit geringem Einkommen. Hier ist eine Registrierung nötig.

Tafel-Öffnungszeiten in Greven, Kirchstr. 5:
Ausgabe der Lebensmittel: dienstags und donnerstags von 14.30-16.00 Uhr
Abgabe von Spenden auch vormittags
Kontakt: Ingrid Koling, Telefon 0172 93 33 984

Tafel-Öffnungszeiten in Reckenfeld, Emsdettener Landstraße 9b:
Ausgabe der Lebensmittel: mittwochs von 14.00-16.00 Uhr
Abgabe von Spenden: mittwochs von 9.30-16.00 Uhr
Kontakt: Brigitte Tansmann, Telefon 02575 39 39

In Greven gibt es außerdem eine Kleiderkammer. Dort kann gute erhaltene Kleidung (inkl. Schuhe, Bettwäsche) gespendet, aber auch von allen Interessierten erworben werden. Hier ist keine Registrierung nötig. Öffnungszeiten der Kleiderkammer: dienstags von 14.30-16.00 Uhr, mittwochs von 14.30-18.00 Uhr, donnerstags von 14.30-16.00 Uhr.
Abgabe von Kleidungsspenden: Zu den Öffnungszeiten der Tafeln oder nach Vereinbarung.

Ein Besuch bei der Tafel in Reckenfeld im Januar 2019

Es hat geschneit. Häuser und Straßen sind weiß. Ich besuche die Tafel in Reckenfeld. Es ist 9.30 Uhr. Einige Männer und Frauen sind schon da. Sie wollen die Lebensmittel sortieren, doch sie müssen warten. Die Fahrer mit den Lebensmittel sind noch nicht da. Heute dauert alles länger, weil es geschneit hat. Es duftet nach Kaffee und man sitzt plaudernd am kleinen Tisch. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm.

Da wird ein Bollerwagen hereingezogen. Er ist randvoll mit haltbaren Lebensmittel, die in einem Kindergarten gesammelt wurden. Sogleich fangen einige an, die Sachen zu sortieren. Sie überprüfen das Haltbarkeitsdatum und schauen nach, ob es Beschädigungen gibt. Besonders freuen sich die Herlfer/innen über haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Honig, Marmelade, Salz, Zucker, Mehl, Öl oder Tee.

Ich frage nach: Etwa 60 Familien (oder ca. 180 Personen) werden durch die Reckenfelder Tafel unterstützt. Sie haben sich in die Liste der Kunden aufnehmen lassen. Alle persönlichen Daten werden streng vertraulich behandelt. Trotzdem würden manche den Weg zur Tafel scheuen, weil sie sich für ihre Lebenssituation schämen. Das muss nicht sein! Jede/r kann unverschuldet in eine Notlage geraten: Der Arbeitsplatz wird abgebaut und man wird arbeitslos. Oder Krankheit und Trennung in der Familie führen zu finanziellen Engpässen. Betroffene Personen können auch erst einmal ein unverbindliches Gespräch mit den Leiterinnen der Tafel suchen.

Dann fährt der große Lieferwagen vor den Eingang. Sofort wird es hektisch. Alle packen mit an: Ausladen, auspacken, überprüfen, in die Körbe sortieren oder in die Kühlschränke legen. Mehrere Mülltonnen stehen bereit: Biomüll, Restmüll, Plastik. Die Biotonne füllt sich heute recht schnell. Dort treffen sich angeschimmelte Orangen mit matschigem Salat. Die Helfer/innen tragen Gummihandschuhe. Ein sauberer und hygienischer Umgang mit den Lebensmitteln ist wichtig. Die Pappkartons werden sorgfältig wieder eingesammelt, denn für Altpapier gibt es Geld. Davon kann man, zusammen mit anderen Geldspenden, hinzukaufen, was an Lebensmitteln gerade fehlt. Auch müssen die Miete und der Strom für die Räumlichkeiten bezahlt werden.

Nach einiger Zeit ist der Lieferwagen leer geräumt und die Fahrer haben ihre Tasse Kaffee ausgetrunken. Sie brechen auf zur nächsten Runde. Insgesamt machen sie drei Touren, um Lebensmittel von den Geschäften einzusammeln. Heute sind auch Blumensträuße dabei: ein Hauch Frühling am Schneetag.

Immer wieder kommen Reckenfelder Bürger/innen kurz herein, um eine kleine Spende abzugeben. Ein nettes Wort gibt es für jede/n. Die gut funktionierende Organisation und das Wissen, ein Teil der so nötigen soziale Aufgabe zu sein, prägen das freundschaftliche Miteinander. Jede/r tut so viel er oder sie kann: vormittags beim Sortieren der Lebensmittel oder nachmittags, wenn die Spenden ausgegeben werden. Oder im Team der Fahrer. Wer neugierig geworden ist, darf gerne vorbei kommen. Ein gutes Wort gibt es für jede/n.

Text: Pastorareferentin Maria Wagner