Kirchen und Kapellen

Im Jahr 805 wurde Liudger zum Bischof des neuen Bistums Münster geweiht. Innerhalb von nur vier Jahren gründete er bis zu seine Tod rund 40 Pfarreien im neuen Bistum. Eine der ersten davon war die Pfarrgemeinde in Greven, dem heiligen Martin geweiht. Der Ort Greven als großes Kirchspiel lag günstig an den Handelswegen entlang der Ems.

Seit 2012 zählen zur St. Martinus Gemeinde sechs Kirchorte. Die Kirchen St. Martinus, St. Mariä Himmelfahrt und St. Josef liegen im Stadtbereich von Greven. Die Kirche St. Franziskus befindet sich in Reckenfeld, die Kirche "Zu den heiligen Schutzengeln" in Schmedehausen und die Kirche St. Wendelin in der Bauernschaft Bockholt.

Dazu kommen noch die Kapellen im Krankenhaus und auf den Friedhöfen.

Informationen zu den Kapellen in den Grevener Senioreneinrichtungen werden hier nicht vorgestellt.

Kirche St. Martinus

Die Grevener Gemeinde St. Martinus, Marktstraße 7-9, 48268 Greven, gilt als eine der Gründungskirchen des heiligen Liudger (+809) im Bistum Münster. Diese Stadt- und Marktkirche ist dem Heiligen Martin geweiht. Das Patronatsfest ist der 11.11.

Bereits im 9. Jahrhundert stand auf dem heutigen Kirchberg eine fränkische Holzkirche. Im 12. Jahrhundert wurde die Holzkirche, die 1172 erstmalig schriftlich erwähnt wird, durch ein romanisches Steinbauwerk ersetzt. Aus dieser Zeit stammt der untere Teil des Kirchturms, bzw. der heutigen Taufkapelle.

Von außen noch gut zu erkennen, ist der untere Turmteil romanisch, die Glockenstube gotisch und der Helm aus der Zeit des Barock.

Das gotische Hauptschiff wurde um 1500 erbaut und zwischen 1890-1892 um das Querschiff erweitert. Nach Ende des 2. Weltkrieges, in dem das Kirchengebäude erhebliche Schäden davon trug, wurden 1962 umfassende Renovierungsarbeiten durchgeführt.

Der Chorraum wurde 1964 in Folge des Konzils neugestaltet und 1987/88 erneut geändert.

Kreuzigungsgruppe und Taufkapelle erhielten in dieser Zeit ihren jetzigen Standort. 1991 folgten die zwei großen Fenster im Querschiff.

2012 wurde der Innenraum der Kirche renoviert.

Kirche St. Mariä Himmelfahrt

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt, Grabenstr. 24, 48268 Greven, wurde von 1951-1952 erbaut. Das Gebäude ist ein Saalbau mit Flachdecke unter einem Satteldach. Der eingezogene Nordostchor hat einen geraden Abschluss. Der Eckturm im Westen weist einen quadratischen Grundriss auf. Das rote Ziegelmauerwerk prägt das äußere Erscheinungsbild.

Im Jahr 2013 wurde die Kirche zur Jugendkirche umgestaltet. Die Bänke wurden entfernt und bunte Stühle aufgestellt. Jugendgerechte Fototapeten und Graffitis lösten traditionelle Bilder ab.

Das Patronatsfest findet am 15.8. statt.

In naher Zukunft wird die Kirche zu einem Wohnhaus umgestaltet. Im "Pfarrbrief Ostern 2021" finden Sie dazu einige Hinweise.

Kirche St. Josef

Die neue Josefkirche im Josefzentrum, Ruhe Rott 8, 48268 Greven, wurde von 2019-2020 gebaut und im Oktober 2020 durch Bischof Dr. Felix Genn eingeweiht.

Viele Elemente wurde aus der alten Josefkirche übernommen und in den Neubau integriert. Das hohe Satteldach und und die freistehende Giebelfassade prägen das äußere Erscheinungsbild. Ein halboffener Kirchhof bietet einen geschützten und entschleunigenden Raum vor dem Haupteingang.

Die einfache geometrische Form des Satteldaches ist auch im Innenraum erlebbar. Mit Holz verkleidete Wandflächen und Glasfronten an den Seiten verleihen dem Raum innere Ruhe und Weite. Die Gestaltung der liturgischen Ausstattung führt die architektonische Idee von Licht und Transparenz im Raum fort.

Der Kirchenraum ist flexibel erweiterbar durch die angrenzenden Räume des Pfarrheims. So können verschiedenen Anforderungen bei der Nutzung unkompliziert umgesetzt werden.

Kirche St. Franziskus

Die Kirche St. Franziskus v. Assisi, Kirchplatz 8, 48268 Greven-Reckenfeld, wurde 1936 erbaut.

Die zweischiffige Staffelhalle trägt ein Satteldach. Der eingezogene Südostchor endet mit einem geraden Abschluss. Seine seitlichen Fenster erfüllen den Chorraum mit Licht und Weite.

Der weißliche Rauputz bestimmt das äußere Erscheinungsbild. Im Westen steht der breite Fassadenturm mit einem Satteldach und prägt in seiner markanten Präsenz den Kirchplatz.

Das Patronatsfest ist am 04.10.

Kirche Zu den Heiligen Schutzengeln

Die Kirche Zu den Heiligen Schutzengeln, Domhof 18, 48268 Greven-Schmedehausen, wurde in den Jahren 1859-1860 erbaut.

Das Gebäude ist ein Saalbau mit Kreuzrippengewölbe unter Satteldach. Der 28 Meter hohe Fassadenturm im Westen wurde 1910 erbaut. Er steht auf einem quadratische Grundriss. Rotes Ziegelmauerwerk prägt das äußere Erscheinungsbild.

Die markante Schutzengelskulptur aus heimischer Eiche wurde im Jahr 1951 von dem Bildhauer Ernst Stawinoga als Altaraufsatz geschaffen. Im Zuge der Liturgiereform wurde der Altar 1969 umgebaut und die Skulptur erhielt ihren heutigen Patz draußen an der Südseite der Kirche.

Die Kirche liegt an einem deutschen Pilgerweg nach Santiago de Compostella. Die Pilgerhütte neben der Kirche lädt zum Verweilen ein. (Mehr Informationen )

Das Patronatsfest wird am 02.10. gefeiert.

Kirche St. Wendelin

Die Kirche St. Wendelin, Bockolter Straße 40, 48268 Greven-Bockolt, wurde in den Jahren 1949-1951 erbaut.

Das Gebäude ist ein Saalbau mit Flachdecke unter Satteldach. Der eingezogener Nordostchor endet mit einem geraden Schluss.

 Ein besondere Merkmal ist das Mauerwerk aus Naturstein. Das äußere Erscheinungsbild erinnert an eine „Gottesburg".

Das Patronatsfest ist am 20.10.

Kapelle im Maria-Josef-Krankenhaus

Die Kapelle im Krankenhaus befindet sich im Erdgeschoss und ist immer geöffnet. Regelmäßig werden dort Gottesdienste und andere Veranstaltungen angeboten.

Seelsorge im Grevener Krankenhaus 

Friedhofskapelle St. Michael

Die Friedhofskapelle auf dem Friedhof "Saerbeckerstraße", Saerbecker Straße 65, 48268 Greven, wurde 1962 gebaut und in den Jahren 1986 und 2003 erweitert. Patron ist der Heilige Michael.

Der Innenraum wird von einer Kopie des "Isenheimer Altares" geprägt. Die Altarbilder, gemalt von Dr. Otto Palm, geben das Original sehr getreu wieder und können als Altar aufgeklappt werden. Anders als im Museum, wo die originalen Bilder nebeneinander ausgestellt werden, erschließen sie sich durch das Auf- und Zuklappen in einem Gesamtzusammenhang der theologischen Konzeption.

Einmal pro Jahr oder individuell auf Anfrage können Interessierte die Kopie des "Isenheimer Altares" aus der Nähe kennenlernen. Kontakt: Pastoralreferentin Maria Wagner.

Die Glaswand mit dem Eingang zur Kapelle zeigt eine moderne Darstellung des auferstandenen Jesus.

Friedhofskapelle auf dem Friedhof "Jägerweg", Reckenfeld

Die Friedhofskapelle auf dem Friedhof "Jägerweg", Jägerweg 16, 48268 Greven-Reckenfeld ist ein funktionaler Raum für eine würdevolle Verabschiedung.